Kinder / Jugend

Landesmannschaftsmeisterschaft U14

Vom 6.-8.3.2020 fand in der Jugendherberge im Wasserschloß in Heldrungen die Landesjugendmannschaftsmeisterschaft U14 statt. 

Eine Mannschaft von der SG 2011 Sennewitz eV mit Felix N., Alexander H., Hendrik E., Thomas und Benjamin M. nahm daran teil, obwohl alle noch lange nicht 14 Jahre sind und damit zu den jüngeren Teilnehmern zählten. Da eine Mannschaft immer aus 4 Spielern bestand, wechselte immer einer unserer Spieler aus und spielte zeitgleich im Zusatzturnier. Sowohl von der Leistungsstärke, als auch vom Alter her war klar, dass wir nicht um die vorderen Plätze mitspielen konnten, aber alle viel Erfahrung sammeln wollten.

Mit großer Motivation ging es schon am Freitag Abend in das erste Spiel gegen die 1. Mannschaft vom SV Roter Turm Halle, deren Spieler nicht nur älter waren, sie hatten auch durchgängig eine um einige hundert DWZ höhere Wertungszahl. Und ich war begeistert, wie lange und überlegt alle unsere Spieler dagegen hielten. Nach langem Kampf mußten sich aber dann erwartungsgemäß unsere Spieler im Hauptturnier doch der höheren Leistungsstärke und der Erfahrung der Spieler vom SV Roten Turm geschlagen geben. Felix konnte an dem Abend im Zusatzturnier sein Spiel souverän gewinnen.

Am Samstag morgen schienen wir mit der Mannschaft Hettstedt II eine lösbare Aufgabe zu bekommen. Aber leider läuft es eben doch nicht immer so, wie erhofft. Auch wenn ich viele gute Überlegungen und vor allem überlegtes langsames Spiel gesehen habe, wurde bei dem einen oder anderen Zug doch wieder zu schnell gezogen und nicht berechnet, was der Gegner machen kann, so dass am Ende nur Alexander am 2. Brett sein Spiel gewinnen konnte, wir als Mannschaft aber mit 1:3 das Duell verloren und keine Mannschaftspunkte bekamen. Hendrik spielte im Zusatzturnier sogar zwei mal, da eine ungerade Zahl von Spielern mitmachen wollte und jeder sein Spiel bekommen sollte. Das erste Spiel hat er verloren, das zweite gewonnen.

Am Nachmittag traf unsere Mannschaft nun auf den Naumburger SV, auch nach DWZ eine Mannschaft, gegen die unsere Spieler Chancen haben sollten. Allerdings ist es gerade bei einer DWZ um die 1000 oft nicht so einfach einzuschätzen, wie stark die Spieler wirklich sind, also oftmals eine Wundertüte und man muß sich demnach auf alles einstellen und konzentriert spielen.

Das gelang Alexander am 2. Brett und Hendrik am 3. Brett, das Spiel endete 2:2 und damit gewann unsere Mannschaft den ersten Mannschaftspunkt. Benjamin spielte im Zusatzturnier, aber leider ohne Punktgewinn.

Am Sonnabend Abend fand noch ein Blitzturnier mit 2erMannschaften statt, das allen viel Spass gemacht hat. Ich habe mit Thomas im Team um jeden Punkt gekämpft, das hat zwar nicht immer geklappt, aber war trotzdem lustig und spannend. Auch die Teams Alexander/Felix u. Hendrik/Benjamin hatten viel Spass auf die Uhren zu hauen, um nur keine Zeit zu verlieren und lautstark alles mitzukommentieren, was im Übrigen alle machten, so dass ein entsprechender Spass-Lärmpegel im Raum war.

Am nächsten Morgen ging es in die 4. Runde. Wir trafen auf den 1. SC Anhalt II und hofften, dass unsere Kinder die volle Konzentration aufbringen können. Und es war endlich soweit, Felix, Alexander, Hendrik u Benjamin holten sich den ersten Mannschaftssieg mit 4:0 Punkten. Thomas kämpfte im Zusatzturnier gegen einen viel älteren und stärkeren Gegner lange und überlegt und mußte über seine Niederlage nicht traurig sein!

Am Sonntag Nachmittag stand nun die 5. Runde an und da wir in der letzten Runde gewonnen hatten, kam natürlich wieder ein stärkerer Gegner auf uns zu. Der VfB Ottersleben war dann zwar am 1. Brett mit einer viel stärkeren DWZ besetzt, an den anderen Brettern sollte die Leistungsstärke von uns und dem Gegner aber dann doch ausgeglichen sein. Die Kinder von Ottersleben waren aber wieder auch durchgängig älter, was immer auch eine gewisse Erfahrung und Abgeklärtheit mitbrachte. In diesem Spiel konnte nur Hendrik am 2. Brett gewinnen und das mit einem konzentrierten und klugen Spiel. In dem Spiel zeigte sich, was es ausmacht, wenn Hendrik mit dem Kopf und den Gedanken auf dem eigene Brett bleibt. Leider ging damit auch das letzte Spiel mit 1:3 verloren. Alexander fand im Zusatzturnier erst nicht das richtige Mittel gegen seine Gegnerin, erzwang dann aber noch ein Patt. 

Alexander war in diesem Turnier auf jeden Fall der Spieler mit der konstantesten Leistung. Alle Kinder, Alexander, Felix, Hendrik, Thomas u Benjamin, haben - wie auch geplant - an Erfahrung gewonnen, hatten Erfolge und waren vielleicht auch mal traurig, aber es hat Spass gemacht und das soll auch so bleiben!

Jana Neuber

U14 Mannschaft 2020 in Heldrungen mit Corona-Handschlag U14 Mannschaft 2020 in Heldrungen mit Corona-Handschlag

Bezirksliga U10 2019/20

4. Spieltag bei RT Halle am 23.02.2020 mit Sieg 3:1 und Remis 2:2 gegen USV Halle II+I

Erneut konnte Sennewitz nur mit 3 Kindern antreten, da Enosch G. kurzfristig erkrankt war. Am Brett 4 musste deshalb in beiden Wettkämpfen ein Punkt kampflos abgegeben werden. Der USV musste gleichfalls krankheitsbedingte Ausfälle verkraften, darunter G. P. am Spitzenbrett, konnte aber alle 8 Bretter besetzen.     

Sennewitz – USV Halle II      3:1 

Benjamin M. am Brett 2 mit Weiß war seinem Gegner klar überlegen. Bereits im 5. Zug bekam er einen Springer geschenkt. Im 15. Zug ließ Schwarz die Dame stehen und im 34. Zug folgte das Matt.

Thomas M. am Brett 3 mit Schwarz spielte mehrfach sehr leichtsinnig. In der Eröffnung und auch im Mittelspiel muss er sich unbedingt besser konzentrieren. Glücklicherweise nutzte Weiß sehr gute Angriffsmöglichkeiten nicht. Im 18. Zug gewann Thomas einen Springer, was eigentlich vorentscheidend sein sollte. Es folgten jedoch ein paar schwächere Züge – wieder auf beiden Seiten. Inzwischen hatte Thomas einen ganzen Turm mehr und im 29. Zug setzte er die Gegnerin Matt.

Hendrik am Brett 1 mit Schwarz spielte am längsten und hatte große Schwierigkeiten. Er verzichtete auf eine Rochade und seine Dame stand schlecht; zeitweilig schien die Partie verloren. Wie er die Wende mit Damengewinn schaffte, habe ich nicht gesehen. Das sich anschließende Endspiel mit großem Materialvorteil bis zum Matt etwa im 53. Zug war kein Problem. Die Notation ist nicht nachvollziehbar.

USV Halle I – Sennewitz     2:2

Thomas M. am Brett 3 mit Weiß bekam unverhofft 2 Leichtfiguren geschenkt. Im 20. Zug konnte Thomas die schwarze Dame vom Brett nehmen und bereits im 26. Zug den Gegner mattsetzen. 

Benjamin M. am Brett 2 mit Schwarz begann sehr konzentriert. Im 10. Zug missachtete Weiß eine Fesselung und Benjamin konnte mit einem Läufer die gegnerische Dame schlagen, wodurch die Partie frühzeitig entschieden war. Leider ließ sofort die Konzentration nach und die Notation enthält einige Lücken. Etwa im 37. Zug setzte Benjamin den Gegner Matt.

Hendrik am Brett 1 mit Weiß hatte mit H. L. eine erfahrene und spielstarke Gegnerin, die er vor 3 Wochen beim Schulschachregionalfinale schlagen konnte. Dazwischen lagen die für Hendrik sehr erfolgreichen Landeseinzelmeisterschaften. Diesmal musste er eine klare Niederlage einstecken. Offenbar hatte Hendrik die Gegnerin unterschätzt – er gönnte sich nur 15 Minuten Bedenkzeit für seine 26 Züge. Vermeidbare Tempoverluste und eine zu riskante Spielweise führten zu einer schlechten Stellung mit gefährlichem schwarzem Angriff. Gute Verteidigungszüge hätten gründlicheres Nachdenken erfordert. Jetzt kommt es darauf an, aus der Niederlage zu lernen.

 

Nach 4 Spieltagen liegt die Sennewitzer U10 mit 8:6 Punkten auf Platz 6 der Zehnertabelle der Bezirksliga Halle. Der letzte Spieltag ist am 22.03.2020 geplant. Im Sennewitzer KulturContainer spielt Sennewitz gegen Teutschenthal und Sangerhausen.   

Bernd Müller / 25.02.2020   

    

2. Spieltag bei RT Halle am 26.01.2020 mit Niederlage 1:3 und Remis 2:2 gegen Hettstedt I+II

Die am 01.12.2019 ausgefallenen beiden Runden wurden am 26.01.2020 nachgeholt. Leider konnten wir nur Hendrik E., Benjamin M. und Enosch G. aufbieten. Thomas M. fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus, so dass wir Brett 3 nicht besetzen konnten und in beiden Wettkämpfen einen Punkt kampflos abgeben mussten.   

Sennewitz – Hettstedt I     1:3 

Enosch mit Weiß am 4. Brett zog mal wieder viel zu schnell und war nach wenigen Minuten fertig – 13 Züge in 4 Minuten. Nach schweren Fehlern stand Enosch vor einer frühzeitigen Niederlage. Aber der Gegner gönnte sich insgesamt nur 3 Minuten, übersah eine von Enosch aufgestellte Mattdrohung und auch den möglichen Damengewinn durch eine Springergabel. Stattdessen griff sich Schwarz im 12. Zug einen Turm und Enosch setzte im 13. Zug einzügig Matt.   

Hendrik am Brett 1 mit Schwarz gewann eine Leichtfigur und verlor sie wieder. Im Endspiel mit Dame und Turm stellte er seinen Turm ins Abseits. Weiß hatte einen gefährlichen Freibauern, gewann weitere Bauern und nach dem Abtausch aller Schwerfiguren die Partie. Soviel hatte ich mir beim gelegentlichen Hinsehen gemerkt. Die Mitschrift konnte ich nicht nachvollziehen.

Benjamin am Brett 2 mit Weiß spielte die längste Partie. In der Eröffnung leistete er sich einige Tempoverluste. Ein Fehler führte zu einer deutlich schlechteren Bauernstruktur. Aber Schwarz fand nicht den richtigen Plan. Benjamin aktivierte seinen König und nach 37. Zügen hatte er eine Gewinnstellung erreicht. Dann fehlte die Endspielerfahrung für das erforderliche Turmopfer. Beide holten sich eine neue Dame. Benjamin übersah im 50. Zug einen Spieß und die Partie war verloren.  

Hettstedt II – Sennewitz     2:2

Enosch am Brett 4 mit Schwarz wehrte Schäfermatt ab, was ja nicht schwer ist, brachte sich aber mit ungenauen Zügen in Schwierigkeiten. Dann unterliefen Weiß große Patzer und Enosch sammelte Material ein. Im 24. Zug gab Enosch ein unüberlegtes Schach; Weiß übersah die mögliche Abwehr durch einen Abzug mit Gegenschach und Figurengewinn. Daraufhin startete Enosch einen konsequenten Angriff mit 8 aufeinanderfolgenden Schachgeboten bis zum Matt.      

Hendrik am Brett 1 mit Weiß tauschte bereits im 5. Zug die Damen ab. Die Notation ist kaum zu entziffern. Hendriks Mittelspiel war nicht gut. Ein Springer im Lager des Gegners ohne Rückzugsfeld ist leichtsinnig, aber Schwarz nutzte dies nicht aus. Im 19. Zug konnte Hendrik eine Bauerngabel mit Schach ansetzen, womit die Partie durch einen Turmgewinn entschieden war. Nach 25 Zügen gab Schwarz auf.       

Am längsten spielte wieder Benjamin, der am Brett 2 mit Schwarz nach 73 Zügen erneut unglücklich verlor. In der Eröffnung leistete er sich einen gefährlichen Entwicklungsrückstand. Im 12. Zug konnte er eine gegnerische Leichtfigur als Trophäe neben das Brett stellen und erreichte eine vorteilhafte Stellung, die er bis ins Endspiel festhielt. Nach einer Unachtsamkeit im 46. Zug verlor er durch eine Turmgabel einen Läufer. Jetzt hatte Weiß durch einen Freibauern Vorteil. Aus dem Kampf um einen Siegpunkt war ein Kampf um einen halben Punkt geworden. Aber solche Aufgaben sind sehr schwierig. Benjamin wählte ein paar falsche Züge und nach 55 Zügen war die Stellung aufgabereif.

Nach diesen beiden Ergebnissen liegt Sennewitz mit 5:5 Mannschaftspunkten auf Platz 6 der Zehnertabelle der Bezirksliga. Wichtiger als die Platzierung sind die Verarbeitung der gewonnen Erfahrungen und die Stärkung der Motivation für die nächsten Wettkämpfe mit langer Bedenkzeit, für das Training im Verein und für die heimischen Schachaktivitäten. 

Bernd Müller / 28.01.2020

3. Spieltag in Merseburg am 12.01.2020 mit 2 Siegen 3:1 gegen Naumburg/Weißenfels und Merseburg

Sennewitz hatte am 1. Spieltag nur 1 Runde gespielt und war eine Runde spielfrei gewesen. Der am 01.12.2020 geplante 2. Spieltag mit weiteren 2 Runden war ausgefallen und wird erst am 26.01.2020 nachgeholt. Somit waren in Merseburg die Runden 5 und 6 zu absolvieren.

5. Runde Sennewitz – Naumburg/Weißenfels 3:1

Unsere Mannschaft, bestehend aus Hendrik E., Benjamin M., Thomas M. und Enosch G. war relativ ausgeglichen besetzt, während die Kombination aus Naumburg und Weißenfels nur 2 Spieler mit DWZ aufbieten konnte. Sennewitz sollte deshalb Vorteile haben; unter der Voraussetzung, dass unsere beiden hinteren Bretter ihr Potential abrufen können.

Meine Ermahnungen vor Beginn, langsam zu spielen, fruchteten mal wieder nicht – die Kinder spielten nach dem Motto:  Sennewitzer denken und ziehen schneller. Enosch verbrauchte für seinen Sieg in 44 Zügen nur 4 Minuten. Mit Weiß am Brett 4 beherrschte er seinen Gegner nach Belieben. Aber ihm unterliefen in der Eile diverse kleine Fehler, die ein stärkerer Gegner genutzt hätte.

Auch Thomas am Brett 3 mit Schwarz gönnte sich nur 4 Minuten – für 55 Züge? Zu Partiebeginn erlangte er Vorteil. Aber dieser zerrann und nach Bauernverlust und Turmabtausch im 39. Zug war die Stellung Remis. Weiß wählte im Bauernendspiel die falschen Königszüge und Thomas errang einen glücklichen Sieg.

Benjamin am Brett 2 mit Weiß vermischte mal wieder Italienisch und Vierspringerspiel und brachte sich bereits in der Eröffnung in erhebliche Schwierigkeiten. Durch einen Fehler im 13. Zug verlor er entscheidend Material und die Partie war nicht mehr zu retten.

Hendrik am Brett 1 mit Schwarz spielte gegen den vor einer Woche in Heldrungen gekürten Bezirksmeister. Hendrik entwickelte einen frühzeitigen Angriff auf die gegnerische Königsstellung. Weiß fand im Mittelspiel keine ausreichende Verteidigung. Der sich anschließende weiße Gegenangriff war zu langsam und Hendrik setzte im 37. Zug matt.      

6. Runde Merseburg – Sennewitz 1:3

Auch gegen Merseburg war Sennewitz aufgrund seiner spielstarken Bretter 3 und 4 favorisiert.

Enosch am Brett 4 mit Weiß war nach 5 Minuten verbrauchter Bedenkzeit für 28 Züge plus 10 Minuten des Gegners wieder am schnellsten fertig. Bereits im 6. Zug schenkte ihm der Gegner eine Leichtfigur. Aber Enosch machte es sich mit ungenauen Zügen schwer. Der Gegner rochierte falsch, Enosch reklamierte nicht. Im 23. Zug verpasste Weiß den Gegenschlag mit Damengewinn. Im 26. Zug patzte Enosch erneut und Weiß hätte ausgleichen oder gewinnen können. Glücklicherweise nutzte Weiß die Gelegenheit nicht und wurde von Enosch mattgesetzt.     

Thomas am Brett 3 mit Weiß benötigte 4 Minuten plus 17 Minuten des Gegners bis zum Matt im 31. Zug. Weiß stand schnell besser und im 20. Zug ließ Schwarz die Dame stehen. Damit war die Partie entschieden.

Hendrik am Brett 1 mit Weiß verbrauchte für seine Niederlage nur 10 Minuten Bedenkzeit. Bereits im 4. Zug vergaß er den Zug des Gegners aufzuschreiben. Ab Zug 12 ist die Notation nicht nachvollziehbar; wahrscheinlich fehlen gleich mehrere Züge. Ich konnte die Partie nicht rekonstruieren.     

Der Mannschaftserfolg hing von Benjamin ab, der bei seiner 2. Partie Schwarz hatte. Auch auf seinem Zettel fehlen 2 Halbzüge, aber mit großem Abstand; die Notation war deshalb reparabel. In einer eigentlich anspruchsvollen Italienischen Partie mit 4. c3 begingen beide Parteien frühzeitig Fehler. Nach der Eröffnung hatte Benjamin 3 Bauern mehr, aber Entwicklungsrückstand. Er konnte Figuren abtauschen und seine Stellung konsolidieren. Im Endspiel stand er klar besser, als Weiß im 41. Zug seinen Turm einstellte, womit die Partie entschieden war. Das Matt folgte im 48. Zug.     

Die Ergebnisse der anderen 8 Mannschaften der Bezirksliga U10 und die aktuelle Tabelle sind auf der Seite des Schachbezirks Halle zu finden. 

Bernd Müller, 14.01.2020

       

 

1. Spieltag in Sennewitz am 10.11.2019 mit Niederlage 1:3 gegen Roter Turm Halle

Am 1. Spieltag war der Sennewitzer Schachverein im heimischen KulturContainer Gastgeber für die U10-Mannschaft von Roter Turm Halle. Vor Spielbeginn ermahnte ich die Kinder, vor allem natürlich die Sennewitzer, nicht zu schnell zu spielen und die zur Verfügung stehende Bedenkzeit von 2 x (60 + 15) = 150 Minuten zu nutzen. Die Ansprache war sofort vergessen. Alle, einschließlich der Hallenser, zogen zu hastig. Die Bretter 3 und 4 waren bereits nach ca. 25 Minuten fertig. Am Brett 1 dauerte die Partie 45 Minuten. Am Brett 2 wurde immerhin 87 Minuten gekämpft. Davon verbrauchte Benjamin 40 Minuten für 87 Züge – also durchschnittlich 28 Sekunden pro Zug. Das ist für eine ernsthafte Partie mit langer Bedenkzeit und Notation viel zu wenig.  

Enosch G. am Brett 4 mit Weiß traf auf einen sehr jungen Gegner und war klar favorisiert. Aber beim 6. Zug übersah er den gegnerischen Läufer auf der langen Diagonalen und schon war er durch Materialverlust auf der Verliererstraße. Enosch überwand den Schock und zeigte, wozu er an guten Tagen fähig ist. Er inszenierte in wenigen Zügen einen forcierten Angriff auf den gegnerischen König und drehte die Partie zu seinen Gunsten. Nach 27 Zügen gab Schwarz auf.

Thomas M. am Brett 3 hatte Schwarz. Im 8. Zug schenkte ihm die Gegnerin einen Springer und scheinbar bahnte sich ein leichter Sieg an. Aber Thomas versäumte es mehrfach, den schutzlosen, gegnerischen König anzugreifen. Trotzdem stand er klar auf Gewinn. Dann stellte Weiß eine einfache einzügige Mattdrohung auf, die Thomas nicht beachtete. Hocherfreut nahm die Gegnerin die Einladung zum Matt im 28. Zug an.

Hendrik E. am Brett 1 mit Schwarz verdarb die Eröffnung und stand schlecht. Aber noch war kein Material verloren und die Partie war nicht entschieden; noch war alles möglich. Ein Flüchtigkeitsfehler im 22. Zug führte zum Springerverlust und leitete die Niederlage ein. Nach einer übersehenen Spießdrohung im 25. Zug war die Partie nicht mehr zu retten. Hendrik hätte aufgeben können, spielte jedoch bis zum Matt im 38. Zug weiter.

Benjamin M. am Brett 2 mit Weiß wählte in der Eröffnung mehrmals nachteilige Züge. Immer wieder zog er die gleiche Figur. Erheblicher Entwicklungsrückstand war die Folge. Im Mittelspiel machte  Schwarz ein paar Fehler; Benjamin gewann Material und stand plötzlich klar auf Gewinn. Aber der Vorteil zerbröselte nach und nach. Im Turmendspiel fehlte noch die Erfahrung, und Zeit zum Überlegen nahm sich Benjamin auch nicht. Im 63. und 64. Zug verpasste er Möglichkeiten zur Rückkehr in die Gewinnzone und mit seinem 66. Zug verlor er die Partie. Es dauerte dann noch 21 Züge, bis Schwarz mattsetzte. 

Die Ergebnisse der anderen 8 Mannschaften der Bezirksliga U10 und die aktuelle Tabelle sind auf der Seite des Schachbezirks Halle zu finden. 

B. Müller, 12.11.2019

       

3. Turnier Alpha-Cup Halle 16.11.19

Am 16.11.2019 erfolgte in Halle für die Altersklasse U12 das 3. Turnier der Alpha-Serie mit 33 Teilnehmern, darunter 7 Starter vom Sennewitzer Schachverein. Die gleichzeitige DWZ-Challenge für Jugendliche bestritten nur 6 Teilnehmer, leider nahm kein Sennewitzer diese Spielgelegenheit wahr. Die vom USV kurzfristig organisierten Ersatzräumlichkeiten in der Sankt-Franziskus-Grundschule im halleschen Süden waren für das Event sehr gut geeignet.  

Auch das 3. Alpha-Turnier war sehr gut besetzt. Die in der U12-Bezirksrangliste vorn platzierten waren bis auf wenige Ausnahmen angetreten. Unsere Teilnehmer zählten mit einer Ausnahme zu den jüngeren Jahrgängen und können teilweise noch mehrere Jahre in der U12 starten. 1 bis 2 Punkte in Abhängigkeit von der Auslosung waren für die meisten Sennewitzer ein realistisches Ziel. Nach dem relativ guten Abschneiden bei den beiden ersten Turnieren der Alpha-Serie in Hettstedt war die Erwartungshaltung allerdings hoch. Vor allem unsere 4 jungen Starter aus der Altersklasse U10 hatten jedoch keine gute Tagesform; hastiges Ziehen und viele Flüchtigkeitsfehler charakterisierten ihr Spiel.    

Unsere 7 Teilnehmer hatten meistens sehr lange Spielpausen, weil zu schnell und teilweise viel zu schnell gezogen wurde. Einige Partien dauerten keine 10 Minuten. Hinweise, Ermahnungen, Beispielrechnungen mit Minuten und Sekunden – alles umsonst? Vielleicht helfen negative Turniererfahrungen.

Thomas M. zog in Runde 1 rasant wie eine Feuerwehr auf Einsatzfahrt; Königssicherheit spielte bei einem ungestümen Angriff im Zentrum keine Rolle; in schon verlorener Stellung verpasste er einen sich überraschend ergebenden Abzug mit Damengewinn und nach wenigen Minuten war die Partie verloren. Partie 2 lief zunächst ruhiger und auch inhaltlich besser, aber im Mittelspiel wählte er die falschen Züge, geriet in Nachteil und verlor erneut. In Runde 3 lieferte er sich einen Schlagabtausch mit vielen Ungenauigkeiten, den er mit Glück gewann. Seine DWZ fiel um 28 Punkte auf 911.

Benjamin M. war am Ende sehr enttäuscht. Alle 3 Runden gingen verloren. In Runde 1 misslang die Notation gleich zu Partiebeginn, die Eröffnungshinweise vom letzten Training waren vergessen und die frühzeitige Niederlage folgte. In Runde 2 war die Notation etwas besser und bis Zug 20 stand er sehr gut; dann aber kippte die Partie durch unüberlegte Züge und ging noch verloren. Auch in der dritten Partie gab es durch diverse Unkonzentriertheiten eine Niederlage. Er gab 38 DWZ-Punkte ab und steht jetzt bei 913.

Hendrik traf in den ersten beiden Runden auf erfahrene Gegner mit guter Eröffnung und nach ein paar leichtsinnigen Fehlern waren beide Partien frühzeitig verloren. In Runde 3 interessierte sich Hendrik mehr für andere Bretter als für seine Partie und deren Notation; die 3. Niederlage trotz Materialvorteil war die Quittung. Die DWZ nahm um 115 Punkte auf 978 ab.

Enosch bestritt seine 1. Partie gewissermaßen mit offenem Visier und gewann mit Glück nach diversen Fehlern auf beiden Seiten. Runde 2 begann mit einer beidseitig defensiven Eröffnung; im Mittelspiel unterliefen Enosch mehrere Konzentrationsfehler und die Partie war schnell verloren. In Runde 3 versuchte es Enosch mit Blitzschach und Spiegeln der gegnerischen Züge; die Gegnerin spielte gerne mit und setzte ihn im 14. Zug matt. Die DWZ nahm um 12 Punkte auf 825 ab.   

Annkathrin S. fehlt Wettkampfpraxis. In Runde 1 gewann sie zunächst einen Springer; dann folgten ein paar schwächere Züge und schließlich der Dameverlust durch eine Gabel. Durch diese Niederlage und Auslosungspech war sie in Runde 2 spielfrei und erhielt einen Punkt geschenkt. In Runde 3 hielt sie lange gut mit, bis die Konzentration nachließ. Trotzdem gewann sie einen Springer und war in einem Turmendspiel auf Gewinnkurs; dann übersah sie eine zweizügige Mattdrohung und es war vorbei. Die DWZ fiel um 12 Punkte auf 729.

Alexander H. zeigte in den ersten beiden Runden gute Leistungen. In Runde 1 hatte er meistens Vorteile; im Endspiel mit ausgeglichen Material vereinbarte er remis - vielleicht zu früh. In Runde 2 wurde mit einer soliden Leistung ein ganzer Punkt erzielt. In Runde 3 gegen einen DWZ-Riesen ging alles schief, auch die Notation. Seine DWZ steigerte er um 21 Punkte auf 1098.

Felix N. verdarb durch unnötige Eröffnungsfehler seine 1. Partie gegen den späteren Turniersieger. In den beiden weiteren Runden gegen schwächere Gegner konnte er sich problemlos durchsetzen. In der Endtabelle belegte er mit 2 Punkten einen guten 6. Platz. Seine DWZ nahm um 8 Punkte ab, wodurch er nun bei immer noch sehr guten 1232 steht.

In der Tagesmannschaftswertung belegte Sennewitz Platz 3 hinter dem USV Halle und Roter Turm Halle. In der Gesamtwertung der 3 Turniere belegte Sennewitz den 2. Platz. Ein schöner Erfolg für unseren kleinen Verein.     

B. Müller / 29.11.2019

Kreiseinzelmeisterschaft in Merseburg am 26.10.19

Bei den Kreiseinzelmeisterschaften der Schachjugend des Saalekreises am 26.10.2018 in Merseburg traten 14 „Sennewitzer“ an - 8 Mitglieder des Sennewitzer Schachvereins und 6 Kinder der Schach-AG der Grundschule Sennewitz. Insgesamt starteten 44 Kinder und Jugendliche, verteilt auf die Altersklassen U8weiblich: 2, U8männlich: 3, U10m: 19, U12w: 6, U12m: 10, U14m: 1 und U18m: 3. Die maximale Bedenkzeit betrug in der Regel 30 Minuten. Bei ausreichend vielen Teilnehmern wurden 5 Runden Schnellschach ausgetragen. Die AK U14m und U18m spielten gemeinsam 6 Runden mit 25 Minuten Bedenkzeit. Mit Ausnahme der U8 bestand Mitschreibpflicht.  

Kreismeister in der AK U8m wurde Adrian G. von der Schach-AG der Grundschule Sennewitz.  

Hendrik E. wurde Kreismeister der U10m. Den 3. Platz in dieser starken AK belegte Thomas M.

In der AK U12w belegte Annkathrin S. den 2. Platz.

Sehr knapp endete der Wettkampf in der U12m. 3 Starter erzielten nach jeweils 3 Siegen und 2 Remis 4 Punkte. Gemäß Feinwertung belegte Alexander H. den geteilten 1. Platz. Felix N. wurde Dritter.

Florian G. wurde Kreismeister in der U18m vor Alexander S.  

Insgesamt konnten 4 Sennewitzer Schachspieler den Titel Kreismeister erringen, dazu kamen viele gute Platzierungen – ein ausgezeichnetes Ergebnis.    

2. Turnier Alpha-Serie und DWZ-Challenge in Hettstedt

Am 19.10.2019 erfolgte in Walbeck bei Hettstedt für die Altersklasse U12 das 2. Turnier der Alpha-Serie. Gleichzeitig konnten sich ältere Kinder und Jugendliche bis zur AK U18 bei einer DWZ-Challenge ausprobieren. Leider hatte kurzfristig ein Flohmarkt für Kindersachen die eigentlich vorgesehenen Räume belegt, so dass die beiden Schachturniere in andere kleinere Räumlichkeiten ausweichen mussten. Es fehlte vor allem ein Aufenthaltsraum für die Spieler, die ihre Partien beendet hatten, die Eltern und die sonstigen Betreuer der insgesamt 43 Teilnehmer. Glücklicherweise spielte das Wetter mit und die Kinder konnten sich auf dem großen Hof austoben.

Unsere 7 Teilnehmer hatten sehr lange Spielpausen. Einige Partien waren bereits nach 20 Minuten beendet, viele nach ca. 30 Minuten. Wenn ich mich richtig erinnere, überschritt keine Partie mit Sennewitzer Beteiligung eine Gesamtspielzeit von 1 Stunde. Wenn gewonnen wurde, war Kritik natürlich nur in Maßen möglich. Wurde verloren, kam mehrfach etwa folgende Begründung: Der Gegner war zu stark und hat so schnell gespielt, dass ich das Aufschreiben kaum geschafft habe ….    Aber eine Schachuhr hat doch zwei Uhren, für jeden Spieler eine Uhr, damit beide das für sie richtige Wohlfühltempo wählen können. Wenn eine elektronische Uhr zum Partieende beispielsweise nach 20 Zügen 57 Minuten anzeigt, hat dieser Spieler nur 13 Minuten Bedenkzeit verbraucht (3 Minuten + 20 Züge x 0,5 Minuten) oder kurz gesagt: Dieser Spieler hat viel zu hastig gespielt. Im Training können Langpartien nicht simuliert werden. Die erforderliche Routine kann nur in Wettkampfpartien mit langer Bedenkzeit erworben werden.   

Andere Spieler nutzten ihre Zeit besser. Erstaunlicherweise wurde nicht in der U18 sondern in der U12 am längsten gespielt. In den ersten beiden Runden der Alpha-Serie dauerten die längsten Partien ca. 3 Stunden. Runde 3 währte nur deshalb etwa 2 Stunden, weil in der letzten Partie ein Spieler mit Materialvorteil in einem elementaren Endspiel auf ein langwieriges Geduldsspiel verzichtete und Remis anbot. Irgendwelche Kritik an den Langspielern ist nicht angebracht. Der Turnierleiter D. M. erklärte den Zwiespalt: Einerseits müssen wir diejenigen loben, die nicht überhastet spielen und ihre Bedenkzeit nutzen, andererseits hofft man auf ein baldiges Ende der letzten Partien, damit die beiden Turniere fortgesetzt bzw. beendet werden können.     

Unsere Teilnehmer zeigten in Hettstedt die bekannten Stärken und Schwächen. Die Notation war teils gut und teils weniger gut. Einige Partien konnte ich nicht bis zum Ende nachvollziehen.     

Zur DWZ-Challenge U18 traten 10 Teilnehmern an, darunter Tim M. und Felix R.  Beide gehörten zum jüngsten Jahrgang.

Tim gewann die erste Partie und verlor in den Runden 2 und 3 gegen höher gesetzte Gegner. Leider kann ich mich an seine Partien nicht mehr erinnern und habe auch keine Mitschriften. Mit 1 Punkt belegte er Platz 6 der Endtabelle. Seine DWZ steigerte er um 17 Punkte auf 1039, womit er sich jedoch nicht zufrieden geben sollte.

Felix verlor 3 x. Meist verdarb er seine Partien durch Flüchtigkeitsfehler. Aber die Gegner waren keineswegs übermächtig. Felix zeigte Ausdauer und erarbeitete sich auch Möglichkeiten. Leider reichte es noch nicht zu einem Partiegewinn. Über seine glücklosen Springerwanderungen müssen wir nochmals reden. Felix sollte am 16.11.2019 in Halle erneut antreten. 

Das Alpha-Turnier U12 war mit 33 Teilnehmern in der Breite und auch in der Spitze gut besetzt. Vom Sennewitzer Schachverein nahmen Enosch G., Emil G., Hendrik E., Thomas M. und Benjamin M. teil. Besonders hoch motiviert waren die Zwillinge Thomas und Benjamin, die an ihrem Geburtstag nicht feiern wollten und lieber Schach spielten. Sennewitz hatte Glück bei den Auslosungen – in allen 3 Runden war keiner spielfrei. Vereinsinterne Paarungen gab es auch nicht.  

Für Benjamin lief es zunächst sehr gut; die beiden ersten Partien gewann er. In Runde 3 konnte er nach einem gegnerischen Flüchtigkeitsfehler einen Turm gegen die Dame abtauschen. Aber dann wurde Benjamin leichtsinnig, fand nicht mehr zurück in die Partie und die Gegnerin drehte die Partie. Sie nahm ihm 2 Leichtfiguren ab und gewann. In der Endtabelle belegte Benjamin mit 2 Punkten Platz 9. Er verlor 13 DWZ-Punkte und steht jetzt bei 951.

Thomas eröffnete seine erste Partie zu schematisch und beging mehrere Fehler, was zur Niederlage führte. In Runde 2 gelang ihm ein wichtiger Sieg gegen einen DWZ-starken Gegner, leider ist die Partie durch Notationsfehler im Mittelspiel nicht nachvollziehbar. Auch in Runde 3 konnte er als einziger Sennewitzer gewinnen. Mit 2 Punkten belegte er Platz 13. Seine DWZ steigerte er um 80 Punkte auf 939.

Hendrik zeigte erneut sein Talent, aber auch, dass er in Eröffnung und Spielgestaltung noch viel zu lernen hat. In Runde 1 gelang trotz anfänglicher Schwächen ein Sieg. Es folgte ein sehr schneller zweiter Partiegewinn. Die 3. Runde gegen einen starken Gegner ging wegen mehrerer Entwicklungsfehler klar verloren. In der Endtabelle belegte er den 5. Platz. Die DWZ steigerte er um 23 Punkte auf 1093.

Emil gewann die erste Partie und verlor die beiden folgenden. Ihm fehlt die Spielpraxis. Seine Eröffnungszüge scheint er mitunter fast zufällig auszuwählen. Aber er zeigt auch Potential. In der 3. Runde gegen einen DWZ-starken Gegner verpasste er ein Schachgebot mit aussichtsreicher Fortsetzung – eine Sensation schien möglich. Er sollte beim letzten Alpha-Turnier am 16.11.19 in Halle starten.

Bei Enosch gab es wieder Licht und Schatten. Runde 1 war trotz zweier Fehler in der Eröffnung schnell gewonnen. Die zweite Partie ist sehr lehrreich. Wir haben diese Partie bereits am Montag im Training besprochen und ich werde noch öfter auf die dabei behandelten Themen zurückkommen – harmlose und unangenehme Fesselung, Rochadefehler, offene Linie. Beide Parteien begingen diverse Fehler und wurde mit einer Remis-Vereinbarung beendet, was Enoschs DWZ voranbrachte. In der dritten Partie stellte Enosch im 5. Zug eine Leichtfigur ein und verlor überaus deutlich. Enosch könnte auch DWZ-starken Spielern Probleme bereiten, würde er ruhiger und konzentrierter spielen. Es gewinnt nicht derjenige, der schneller zieht. Mit 1,5 Punkten belegte Enosch Platz 17. Seine DWZ steigerte er um 83 Punkte auf 837.    

In der Mannschaftswertung belegte Sennewitz wieder Platz 2 hinter dem diesmal überlegenen USV Halle.    

Die Endtabellen sind zu finden auf der Seite hettschach.de.

Dank und Anerkennung gebührt den engagierten Eltern bzw. Großeltern, die ihren Kindern die Ausübung des Schachspiels als Wettkampfsport ermöglichen, dafür viel eigene Zeit investieren und Fahrdienste übernehmen.

Die auf absehbare Zeit letzten regionalen Eintagesturniere U12/U18 mit DWZ-Auswertung finden am 16.11.2019 in Halle statt, wahrscheinlich ohne Zeitzuschlag pro Zug.  

Müller / 25.10.2019

1. Turnier der Alpha-Serie am 14.09.19 in Hettstedt

Zum Saisonbeginn führte der Hettstedter Schachverein in seinem Walbecker Vereinslokal das 1. Turnier der Alpha-Serie in der AK U12 durch. Vom Sennewitzer Schachverein waren Alexander H., Felix N., Benjamin M., Thomas M. und Hendrik E. mit ihren Eltern angereist. 33 Starter bildeten ein beachtliches Teilnehmerfeld.

An der gleichzeitigen DWZ-Challenge für die AK U18 mit 10 Startern nahm leider kein Sennewitzer teil. Unsere Mitglieder der Jahrgänge 2002 bis 2007 hätten im angetretenen Teilnehmerfeld gut mitspielen können.

Die 3 Alpha-Turniere im September, Oktober und November dieses Jahres sind eine sehr gute Spielgelegenheit für junge Schachspieler, die 2008 oder später geboren sind. Der größte Anreiz sind die DWZ-Auswertungen der Eintagesturniere mit jeweils 3 Runden. Die Einzel- und die Mannschaftswertungen sind deutlich weniger relevant. Durch die zumindest für Kinder lange Bedenkzeit von 60 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug haben eigentlich alle genug Zeit, auch die, die lieber etwas langsamer ziehen und beim Schnellschach zuweilen in Zeitnot geraten. Die Notationspflicht beruhigt und diszipliniert zusätzlich, die Partien können später ausgewertet werden.  Das ist die Theorie, die manchmal mehr und manchmal weniger aufgeht. Zu schnelle Hände und flatternde Nerven funken oft dazwischen. Meist ist der Notationszettel ein Spiegelbild der Probleme während der Partie. Die gut lesbare Mitschrift wird in kritischen Partiephasen oft unruhig, mehrdeutig und fehlerhaft. Ein oder gar mehrere fehlende Züge sind besonders ärgerlich. Die Partiekonstruktion ist meistens schwierig, zuweilen habe ich aufgegeben. Was hilft dagegen – Erfahrung durch mehr Turniere. Gegenüber dem Turnier am 29.06.2019 in Halle mit teilweise sehr schlechter Notation habe ich gewisse Fortschritte festgestellt. Im Training werde ich die jüngere Gruppe trotzdem weiter gelegentlich die Notation üben lassen. Vielleicht finden auch die gezeigten Eröffnungen künftig mehr Anklang. In anderen Vereinen wird variabler eröffnet. Unsere Teilnehmer wurden öfters mit Sizilianisch, Spanisch oder Italienisch mit c3 konfrontiert.     

Alexander wählte in der ersten Partie eine aggressive Eröffnung, verpasste im 6. Zug die richtige Fortsetzung und patzte im 7. Zug schwer – die Partie war nicht zu retten. Die beiden weiteren Runden gewann er relativ sicher. Einige Züge sollte er sich aber nochmals anschauen. Mit 2 Punkten belegte er Platz 9. Seine DWZ steigerte er um 19 Punkte auf 1077.

Felix zeigte von unseren Teilnehmern die solidesten Leistungen. In seiner ersten Partie wollte er eine schöne Kombination aufs Brett stellen, was nicht gelang. Mitunter reicht es für die Erzielung eines Vorteils und langfristigen Partiegewinns auch, einen gegnerische Bauern zu nehmen. Mit Remis war  Felix noch gut bedient. In der zweiten Partie gewann er mit einem Abzug schnell die gegnerische Dame, wurde dann leichtsinnig, gewann aber sicher. Auch die dritte Partie wurde klar gewonnen. Mit 2,5 Punkten belegte er Platz 4 und steigerte seine DWZ um 65 Punkte auf sehr gute 1240.

Benjamin unterliefen in den ersten beiden Runden viele Fehler. Aber die Gegner nutzten dies nicht aus und begingen ihrerseits reichlich Fehler. Beide Partien konnte er mit viel Glück gewinnen. In der dritten Partie traf Benjamin mit Schwarz auf C. P. vom USV Halle und sollte nach DWZ eigentlich chancenlos sein. Aber Benjamin zeigte seine wahrscheinlich beste Tagesleistung. Die weiße Eröffnung war stark, jedoch verpasste der spätere Turniersieger die richtige Fortsetzung und zeigte Nerven. Benjamin fand im Mittelspiel gute Angriffszüge und stand klar besser. Leider verpasste er im Endspiel mehrfach die richtigen Züge und der routinierte Favorit gewann doch noch. Nach 3 Runden belegte Benjamin mit 2 Punkten Platz 11 und steigerte die DWZ um 76 Punkte auf 964.

Thomas patzte in seiner ersten Partie bereits im 5. Zug entscheidend. Aber der Gegner machte auch Fehler und war am Ende sogar gnädig und schenkte ihm einen halben Punkt durch Remis. Auch in den beiden nachfolgenden Partien war Thomas unkonzentriert und machte zu viele leichte Fehler, so dass beide Partien verloren gingen. Er hatte keinen guten Tag erwischt. Beim nächsten Turnier ist er sicherlich konzentrierter, damit sich der angestrebte Erfolg einstellt. Mit 0,5 Punkten belegte er Platz 29. Er büßte 15 DWZ-Punkte ein und steht jetzt bei 859.

Hendrik E. hatte sich beim letzten Turnier am 29.06.2019 mit 0,5 Punkten begnügen müssen. Diesmal kehrte das Spielglück zurück. In Runde 1 verpasste der Gegner mehrfach mögliche Gewinnzüge. Auch Runde 3 war wacklig. Aber 3 Punkte sind 3 Punkte, da perlt alle Kritik ab – hoffentlich nicht. Nur wer an sich arbeitet und selbstkritisch ist, entwickelt sein Schachtalent weiter. In der Endabrechnung des Hettstedter Turniers erzielten 4 Starter 3 Punkte. Nach Feinwertung belegte Hendrik Platz 3. Die DWZ steigerte er um 95 Punkte auf 1070.   

Die Endtabellen sind zu finden unter https://www.schachbund.de/turnier/B937-G02-ALP.html.

Bei der Siegerehrung in der Mannschaftswertung erhielten zunächst 4 Sennewitzer für zusammen 9.5 Brettpunkte 4 Goldmedaillen um den Hals gehängt. Dann kam erst leise, dann lauter Gemunkel vom USV Halle, die für sich den Mannschaftssieg reklamierten. Turnierleiter D. M. bewältigte die entstandene Krise souverän. Er rechnete schnell manuell die Punkte der 4 besten Starter der beiden Mannschaften zusammen - beim USV fehlte tatsächlich ein in der 1. Runde kampflos gewonnener Punkt - und korrigierte die Platzierung. Die Medaillen wurden wieder eingesammelt und den 4 Teilnehmern vom USV mit zusammen 10 Punkten überreicht. Sennewitz kam mit 9,5 Punkten auf den trotzdem sehr guten 2. Platz. In Erinnerung bleibt eine kuriose Episode, in der Sennewitz dem USV Halle fast Platz 1 weggeschnappt hätte.

Das Foto zeigt die 5 Teilnehmer des Sennewitzer Schachvereins, alle im Vereins-T-Shirt!

Das nächste regionalen Tagesturniere U12/U18 mit DWZ-Auswertung finden am 19.10.2019 in Hettstedt und am 16.11.2019 in Halle statt.  

B. Müller / 19.09.2019

Ältere Trainingsgruppe am 02.09.2019

Jüngere Trainingsgruppe am 02.09.2019