Spielberichte

Landesfinale U10 2018/19

Veröffentlicht am 21.05.2019 19:45

Landesfinale für Mannschaften der AK U10 am 12. und 19.05.2019 – Platz 5 

Im Landesfinale ermittelten die 6 besten Kindermannschaften von Sachsen-Anhalt den Landesmeister in der Altersklasse U10. In den Schachbezirken Halle, Magdeburg und Anhalt hatten sich jeweils die beiden besten Mannschaften für das Finale qualifiziert. Die 3 Ergebnisse im Bezirk wurden als Runde 1 in das Finale mitgenommen. Im Finale waren an 2 Spieltagen jeweils 2 Runden zu absolvieren. Das Landesfinale bestand also insgesamt aus 5 Runden, wobei Sennewitz in Runde 1 mit der am 04.11.2018 gegen Roter Turm Halle erlittenen Niederlage 1,5 : 2,5 startete.      

Am 12.05.2019 trat die SG 2011 Sennewitz mit Felix N., Alexander H. , Hendrik E. und Enosch G. in Dessau zu den Runden 2 und 3 an. Zuerst traf Sennewitz auf SK Dessau 93-1. In einem Wettkampf auf Augenhöhe unterlag unsere Mannschaft knapp 1,5 : 2,5. Hendrik holte einen ganzen Punkt und Alexander einen halben. Sehr unglücklich war die Niederlage von Enosch, da er gut aus der Eröffnung kam und bis Zug 52 deutliche Vorteile hatte; leider verpasste er den Gewinn; im Endspiel entglitt ihm der Vorteil und die Partie.

In Runde 3 spielte Sennewitz gegen SG Einheit Staßfurt, den Bezirksmeister von Magdeburg und klaren Favoriten des Landesfinales. Vor allem die Bretter 1 und 2 waren für unsere Jungs zu spielstark. Auch Hendrik am Brett 3 unterlag. Interessant war wiederum die Partie von Enosch am Brett 4. Nach misslungener Eröffnung musste er die Dame opfern. Enosch kämpfte weiter, der Gegner patzte und Enosch hatte scheinbar Dauerschach erreicht. Nach mehrfacher Zugwiederholung reklamierte Enosch erfolgreich auf Remis; dass es tatsächlich gar kein Dauerschach war, hatten beide Kinder übersehen. Den Mannschaftkampf verlor Sennewitz 0,5 : 3,5.    

Am 19.05.2019 folgte in Halle Teil 2 des Landesfinales U10 mit den Runden 4 und 5. In Runde 4 trat Sennewitz gegen SK Dessau 93-2 an. Unsere Mannschaft – Felix, Alexander, Hendrik und Frederik, der anstelle von Enosch startete, rechneten sich gute Chancen aus und waren hochmotiviert. Nach wenigen Minuten hatten Hendrik und Frederik überlegen gewonnen. Umso länger dauerten die Partien von Felix und Alexander. Felix spielte solide und erzielte nach einem Fehler seines Gegners im Endspiel einen sicheren Sieg. Alexander wurde von der gegnerischen Eröffnung überrascht und stand lange schlecht. Erst im Endspiel konnte er die Initiative übernehmen, ausgleichen und remisieren. Den Mannschaftskampf gewann Sennewitz 3,5 : 0,5.  

Nach der Mittagspause traf Sennewitz auf die Schachzwerge Magdeburg, den 2. Favoriten nach Staßfurt. Ich hatte versucht, die Kinder zu motivieren -  als Außenseiter, die nichts zu verlieren und Gewinnchancen haben – vergeblich. Felix wurde von der gegnerischen Eröffnung überrascht und wurde im 8. Zug mattgesetzt; von 75 Minuten Bedenkzeit hatte er nur 2 verbraucht. Auch die anderen 3 Sennewitzer kamen bereits in der Eröffnung in Nachteil. Frederik verlor nach 17 Zügen; für die er sich lediglich 5 Minuten Bedenkzeit gegönnt hatte. Alexander und Hendrik leisteten mehr Widerstand, konnten das 0 : 4 aber nicht verhindern.    

In der Endtabelle erreichte die SG 2011 Sennewitz Platz 5 – fünftbeste Mannschaft von Sachsen-Anhalt in der Altersklasse U10 – ein großer Erfolg für den Sennewitz Schachverein sowie

Felix, Alexander, Hendrik, Enosch und Frederik

Lob und Dank gebühren den Eltern für die vielfältige Unterstützung, die Übernahme der Fahrten und die Betreuung der Kinder an den Wettkampftagen. 

Der Landesmeister, die SG Einheit Staßfurt, hat sich direkt für die Deutschen Vereinsmeisterschaften in der Altersklasse U10 im Dezember 2019 in Magdeburg qualifiziert. 2 weitere Startplätze von Sachsen-Anhalt werden in einem Qualifikationsturnier im Herbst noch vergeben. 

Die Ergebnistabellen sind zu finden unter https://lsj.schach-sachsen-anhalt.de links unter     LJMM U10. Die neuen DWZ sind u.a. auf unserer Homepage auf der Seite Über uns zu finden.

Bernd Müller / 21.05.2019

Bezirksliga 2018/19

Veröffentlicht am 23.09.2018 18:10

Relegation Bezirksoberliga - 12.05.2019 - Sennewitz gegen Hettstedt II - 2 : 6

Verloren – und doch aufgestiegen!

Wenig optimistisch erwarteten wir im letzten Wettkampf der Saison die zweite Mannschaft aus Hettstedt. Mit nur zwei Punkten als Tabellenletzter sportlich bereits abgestiegen, bekamen die Hettstedter dank des freiwilligen Rücktritts einer anderen Mannschaft noch die Chance zur Relegation und reisten mit einer Mannschaft an, die der unseren an den meisten Brettern von der Wertungszahl überlegen war. Und tatsächlich neigte sich die Waagschale immer weiter zu Gunsten der Gäste: Sebastian hatte die Eröffnung deutlich schlechter vorbereitet als sein Gegner, Thomas verlor eine Qualität, Ralph verlor irgendwann eine Figur, Marianne hielt sich lange Zeit wacker, musste sich dann aber doch trotz Qualität mehr einer Übermacht von Bauern beugen, und Pawel hatte nach einem Doppelangriff eine Figur weniger. Bei Bernd und Frank sah es zunächst ebenfalls nicht so rosig aus: Bernd hatte die schlechtere Bauernstruktur und Frank hatte in der Eröffnung eindeutig den Kürzeren gezogen. Frank kämpfte aber und konnte den Angriff seines Gegners mit Materialgewinn zurückschlagen. Als der Wettkampf bereits entschieden war, konnte Bernd seinen Gegenspieler im Endspiel noch ausmanövrieren und den zweiten Punkt für uns sichern. Am spannendsten machte es aber Achim. Er hatte zwei verbundene Freibauern so weit vorgerückt, dass der Gegner seine Mehrfigur zurückgeben musste, und es war ein Turmendspiel entstanden, in dem keine Seite einen Gewinnversuch machen konnte, ohne sich selbst in zu große Gefahr zu bringen – ein Remis wäre das gerechte Ergebnis gewesen. Nur leider war Achim so auf die Stellung konzentriert, dass er nicht auf die Zeit achtete – und durch Zeitüberschreitung verlor (wobei auch sein Gegner nur noch zwei Minuten auf der Uhr hatte)! Ich muss mir dabei den Vorwurf machen, dass ich als Mannschaftsführer ihm hätte raten sollen, ein Remis anzubieten; leider habe ich beim Mitfiebern in der Schlussphase nicht an diese Möglichkeit gedacht.

Die große Überraschung kam dann am Abend, als ich die Homepage des Schachbezirks aufrief und dort tatsächlich zu lesen war, dass unsere Mannschaft aufgestiegen sei! Ich glaubte zunächst an einen Fehler und wollte schon dem Spielleiter eine Mail schicken, da sah ich, dass er mir bereits geschrieben hatte: am gleichen Tag hatte er die Information bekommen, dass eine weitere Mannschaft auf Landesebene sich vom Spielbetrieb zurückzieht und somit das Relegationsspiel gar nicht hätte stattfinden müssen! Zum zweiten Mal kann unsere erste Mannschaft also einen Aufstieg in die höchste Spielklasse des Schachbezirks Halle feiern.

 

9. Spieltag - 07.04.2019 - Sennewitz gegen Hettstedt III - 4,5 : 3,5

Zittersieg gegen Hettstedt

Für unsere Gäste aus Hettstedt ging es um den Klassenerhalt, wir wollten die theoretisch mögliche Chance, auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern, nutzen – und beinahe wäre es noch schiefgegangen! Pawel musste sich dem starken Nachwuchsspieler der Gäste geschlagen geben, und Marianne und Thomas hatten Stellungen auf dem Brett, die nicht gerade vielversprechend aussahen. Bei Frank war die Eröffnung ebenfalls nicht nach Wunsch verlaufen, er hatte einen isolierten Bauern und einen Läufer, der lediglich mit dessen Deckung beschäftigt war. Stefan kam dagegen gut aus der Eröffnung, der leichte Vorteil verflüchtigte sich dann aber und in unübersichtlicher Position einigte man sich auf unentschieden. Auch bei Bernd zeichnete sich ein Remis ab. Zwischenzeitlich hatten Marianne und Thomas doch noch das rettende Remisufer erreicht, Ralph hatte eine Figur mehr und sein Gegner gab bald danach auf, Sebastian hatte ein sehr vorteilhaftes Turmendspiel mit einem Mehrbauern, und Frank hatte sich befreien und sogar einen Bauern gewinnen können. Beim Stand von drei zu drei und zwei Partien, die für uns sehr gut aussahen, waren wir also schon guter Dinge, den Wettkampf für uns entscheiden zu können. Da übersah Sebastian eine Ressource seines Gegners, die in jedem Endspielbuch steht, und musste auf einmal seinen Turm geben! Lediglich die beginnende Zeitnot des Hettstedters barg noch letzte Hoffnung… und tatsächlich: Er fand den Gewinnweg nicht und sah sich gezwungen, mit weniger als zwei Minuten auf der Uhr in ein Remis einzuwilligen. Nun war es an Frank, den Sack zuzumachen, und mit einigen starken Damenzügen setzte er den Gegner so unter Druck, dass dieser in sehr schwieriger Position die Zeit überschritt.

Tatsächlich hatte gleichzeitig Roter Turm uns Schützenhilfe gegeben und Weißenfels eine Niederlage beigebracht, so dass wir am Ende auf dem zweiten Tabellenplatz einkamen. Hätte in der Landesliga der USV gegen den Cöthener FC gepunktet (der USV trat aber mit zwei leeren Brettern an…), hätte das zum direkten Aufstieg gereicht, so wird es immerhin die Relegation. Auf uns wartet am 12. Mai Quenstedt, ein harter Brocken.

8. Spieltag - 24.03.2019 - Naumburg III gegen Sennewitz - 5,5 : 2,5

Herber Dämpfer in Naumburg

Unsere weiteste Reise führte uns nach Naumburg, wo wir auf mehrere Stammspieler verzichten und sogar ein Brett freilassen mussten. Trotzdem wäre für uns durchaus etwas drin gewesen, zumal die Domstädter ohne ihren Spitzenspieler antraten. Aber Kay und Thomas vergaben ihre Gewinnmöglichkeiten, ebenso wie Sebastian, der aus letztlich unbegründeter Sorge um seine geschwächte Grundreihe einen Damengewinn ausließ. Bernd gab nach einem inkorrekten, aber wohl psychologisch wirkungsvollen Figurenopfer seines Gegners durch einen Fehlgriff die Mehrfigur wieder zurück und mußte sich mit einem Remis zufrieden geben. Frank stand klar auf Gewinn, bis er die falsche Abwicklung wählte; mit drei Bauern für eine Figur kämpfte er bis zuletzt um den vollen Punkt, konnte aber gegen den Läufer seines Gegenspielers nicht entscheidend durchdringen. Schwer zu verwerten war auch der Vorteil von Pawel (zwei Leichtfiguren gegen Turm im Endspiel). Marianne stand lange ausgeglichen; aber nach mehreren Bauernverlusten war die Partie nicht zu halten. So blieb es mit fünf Unentschieden (Sebastian, Bernd, Frank, Kay und Pawel) bei einer eher bescheidenen Ausbeute und einem herben Rückschlag im Blick auf Platz zwei, der am Ende der Saison eventuell noch Aufstiegsmöglichkeiten bieten wird. Mal schauen, ob wir in der letzten Runde noch Schützenhilfe vom Roten Turm erhalten!

 

7. Spieltag - 24.02.2019 - Sennewitz gegen Merseburg III - 5,5 : 2,5

Klarer Erfolg gegen Merseburg

In der siebten Runde der Bezirksliga hatten wir die dritte Mannschaft von Merseburg zu Gast. Besonders zeichnete sich dabei Bernd aus, der seinem von der Wertungszahl her deutlich höher eingestuften Gegner erst einen Bauern abnahm und diesen Vorteil durch konsequentes Spiel in einen vollen Punkt umsetzen konnte. Auch Frank, Thomas und unser Neuzugang Pawel konnten durch Siege zu unserem insgesamt deutlichen Erfolg beitragen. Sebastian, Ralph und Stefan mussten sich mit Unentschieden zufrieden geben, und lediglich Alexander zog in seiner Partie den Kürzeren. Schade, denn in seiner vorläufig letzte Partie für unsere Mannschaft hätten wir ihm natürlich besonders einen Erfolg gewünscht. Wir danken Alex für die vielen Einsätze für unseren Verein und wünschen ihm für die Zukunft in Stuttgart alles Gute!

Sebastian D.

6. Spieltag - 06.03.2019 - Sennewitz gegen Reideburger SV III - 5,0 : 3,0

Sicherer Sieg gegen die Dritte von Reideburg

Als klarer Favorit gingen wir in diese Begegnung, und an den meisten Brettern gab es auch das jeweils erwartete Ergebnis. Frank, Thomas und Stefan ließen uns relativ schnell mit 3:0 in Führung gehen, Ralph und Bernd trugen je einen halben Punkt bei, und Alex machte mit seinem Sieg den Erfolg perfekt. Lediglich Pawel an Brett acht gegen einen sehr viel stärkeren Spieler und überraschenderweise auch Sebastian an Brett eins gingen mit einer Niederlage nach Hause, so dass für uns am Ende also ein verdienter 5:3 – Sieg zu Buche stand.

Sebastian D.

5. Spieltag - 15.12.2018 - VfB 07 Lettin gegen Sennewitz - 3,5 : 4,5

Dreckiger Sieg
Ohne unseren Tiroler mussten wir in Lettin antrete, dafür sprang Kay ein und holte gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner auch prompt einen halben Punkt heraus. Zügig verschwanden die Figuren bei Thomas' Partie vom Brett, das Turmendspiel mit rückständigem Bauern ging aber letztlich verloren. Auch Bernd hatte einen rückständigen Bauern zu verteidigen; mit ungleichen Läufern sah das machbar aus, aber dann war doch etwas Glück nötig, da der Lettiner eine vorteilhafte Abwicklung wegen sich abzeichnender Zeitnot ausließ. Gut lief es bei Frank, der im Mittelspiel Material gewann und sich den Sieg nicht mehr nehmen ließ, und Stefan, der erst am Königsflügel Druck machte, dann ein günstiges Turmendspiel auf dem Brett hatte und schließlich nach Turmtausch ein gewonnenes Bauernendspiel sicher verwertete.
Alex hatte wie gewohnt eine sehr komplexe Stellung auf dem Brett; nachdem sich am Königsflügel aber einige Linien öffneten, war nach einem Läuferspieß Materialverlust unvermeidlich und die Partie verloren. Sebastian hingegen war nach Qualitätsgewinn schon sicher, den ganzen Punkt einzufahren, musste dann aber entsetzt feststellen, dass das von ihm erzwungene Bauernendspiel dummerweise auf ein Damenendspiel mit einem Bauern hinauslief, das objektiv Remis war. Da aber sein Gegner knapp an Zeit war, probierte er noch ein paar Züge aus, und siehe da, der Lettiner ermöglichte versehentlich Damentausch, gab auf und stürmte sehr sauer aus dem Spiellokal. Der Ausgang des Wettkampfes hing nun von Marianne ab. Sie konnte in komplizierter Stellung eine Springergabel herbeiführen, stand dann wohl besser und bot Remis an, das der Gegner annahm. Tatsächlich war aber ihre Zeit mittlerweile abgelaufen! (Sie selbst hatte die Digitaluhr nicht gut ablesen können.) Insgesamt war unser Erfolg an diesem Tag also nicht wirklich verdient gewesen …

Sebastian

4. Spieltag - 25.11.2018 - Sennewitz gegen Roter Turm Halle - 1,5 : 6,5

Fehlerfestival führt zu deutlicher Niederlage

Die Spitzenbegegnung in der Bezirksliga, Sennewitz gegen Roter Turm Halle, gestaltete sich als recht einseitige Angelegenheit, auch dank unserer tatkräftigen Mithilfe. Als erster geriet Ralph ins Hintertreffen, der von mir nicht gründlich genug über seinen jugendlichen Gegner gebrieft worden war und in eine Bauerngabel lief. Auch Stefan stand unter Druck, weil sein Gegner zu einem starken Königsangriff kam, und verlor schließlich. Bei Frank und Thomas sah es aber eigentlich gut aus (jeweils Mehrbauern) – leider übersahen aber beide einen taktischen Trick und es wurde noch Remis (Thomas) bzw. eine Niederlage (Frank). Auch Bernd stellte sich selbst ein Bein, als er in recht ausgeglichener Stellung eine Fesselung übersah. Alex musste sich seinem DWZ-starken Gegner ebenfalls geschlagen geben, ebenso wie Marianne, die in guter Position erst eine Qualität und dann die Partie verlor. Lediglich Sebastian konnte am ersten Brett einen Erfolg verbuchen. In einem spannenden Endspiel erwies sich sein Freibauer letztlich als zu stark, so dass sein Gegenspieler nach der Zeitkontrolle sich zur Aufgabe gezwungen sah. Endstand also 1,5 : 6,5.

Sebastian D.

 

3. Spieltag - 11.11.2018 - Halle-Neustadt II gegen Sennewitz - 2,5 : 5,5

Deutlicher Sieg bringt Tabellenführung

Nach Halle-Neustadt fuhren wir durchaus optimistisch, weil wir an den meisten Brettern von der Wertungszahl her vorne lagen. Tatsächlich lief es von Anfang an recht gut für uns. Als erster beendete Frank durch einen Figurengewinn seine Partie. Auch Stefan spielte sehr sicher, gewann eine Qualität und brachte den Punkt souverän nach Hause. Sebastian schnürte seinen Gegner immer mehr ein und entschied die Partie schließlich durch ein Figurenopfer, das für seinen Gegner Matt oder Damenverlust bedeutet hätte. Da in der Zwischenzeit auch Bernd (Remis trotz Erkältung) und Marianne Köhler (Niederlage nach Bauernverlust) fertig waren, führten wir mit 3,5 : 1,5 Punkten. Dann kam es bei Thomas zu einer unschönen Szene, weil sich sein Gegner lautstark darüber aufregte, dass Thomas in ausgeglichener Stellung noch einen Gewinnversuch unternahm. Auch andere Neustädter Spieler mischten sich ein. Der sympathische Mannschaftsführer der Gastgeber versuchte, die Wogen zu glätten und seinen Spieler zu beruhigen, aber dieser verließ erzürnt das Spiellokal - kurios, aber für uns der Punkt zum Sieg. In den letzten beiden Partien hatte Ralph Glück, dass sein Gegner in besserer Stellung wegen Zeitnot Remis anbot, während bei Alexander zwischenzeitlich mehr drin gewesen wäre als ein Unentschieden; seine Schluss-Stellung war allerdings aufgrund ungleicher Läufer klar remis.

Da die beiden anderen Mannschaften, die zuvor mit uns punktgleich gewesen waren, Punkte abgegeben hatten, liegen wir jetzt in der Tabelle alleine vorne – in zwei Wochen kommt es zum Showdown gegen den Zweiten, Roter Turm Halle!

 

2. Spieltag - 21.10.2018 - Sennewitz I gegen Weißenfels I - 4,5 : 3,5

Starke Vorstellung gegen Weißenfels

Da wir nicht in Bestbesetzung antreten konnten und auch die Ersatzspielerfindung nicht einfach war, mussten wir der gegnerischen Mannschaft einen Punkt am ersten Brett überlassen. Dafür traten unsere anderen Bretter um so stärker auf: Bernd nutzte einen gegnerischen Fehler zum Turmgewinn, Alex kam aus der Eröffnung mit einer Mehrfigur, und Frank machte im Laufe des Mittelspiels seine überlegene Spielstärke geltend. Die Siegesserie vervollständigte Marianne, der es gelang, trotz Bauernverlust ihren Gegenspieler vollständig einzuschnüren, und den zum Mannschaftssieg fehlenden halben Punkt steuerte Ralph bei. Für Thomas lief es nicht so gut, sein Königsläufer wurde auf h8 lebendig begraben und sein jugendlicher Gegner spielte seinen Vorteil konsequent zu Ende. Sebastian hatte die gesamte Partie hindurch klaren Vorteil, fand aber mit nur noch sieben Minuten auf der Uhr den Gewinnweg nicht und übersah in der entscheidenden Situation auch noch eine Kombination, durch die der Weißenfelser die Partie sogar noch für sich entscheiden konnte. Macht nichts – mit zwei Siegen sind wir optimal in die Saison gestartet!

 

1. Spieltag - 23.09.18 - Romonta Amsdorf gegen Sennewitz I - 3,5 : 4,5

Knapper Erfolg nach hartem Kampf

In Bestbesetzung fuhren wir in der ersten Runde der Bezirksliga nach Röblingen, wo sich die Gastgeber das Gebäude mit der örtlichen Polizeiwache teilen. Alexander und unser neues Vereinsmitglied Frank kamen recht gut aus der Eröffung, ließen in der Folge nichts anbrennen und fuhren jeweils den vollen Punkt ein. Bernd hätte am zweiten Brett aus meiner Sicht im zehnten Zug mit Sa5 den gegnerischen Bauern auf c4 unter Druck setzen können; kurz darauf kam ihm sein Gegner aber durch fehlerhafte Züge entgegen und ermöglichte ihm einen weiteren vollen Punkt.

Nicht so gut lief es für Stefan, der eine Abwicklung übersah, an deren Ende eine Bauerngabel mit Qualitätsgewinn stand, was letztlich zum Partieverlust führte. Ralph spielte grundsolide und erreichte ein Remis ebenso wie Thomas, der indessen die Eröffung höchst eigenwillig behandelt hatte.

Sebastian stand am ersten Brett gegen den starken Nachwuchsspieler Tobias Morgenstern (Jahrgang 2005, DWZ 1878) lange deutlich schlechter, aber sein Gegner geriet durch ausgiebiges Nachdenken allmählich in Zeitnot und fing an, seinen Vorteil aus der Hand zu geben. Zudem war es Marianne gelungen, einen Minusbauern zurückzugewinnen und eine ausgeglichene Position zu erreichen, wodurch der Kampf ohnehin zu unseren Gunsten entschieden gewesen wäre. Mit etwa vier Minuten Restzeit für alle restlichen Züge willigte Tobias in Sebastians Remisangebot ein und der Wettkampf war für uns gewonnen. Kurioserweise gab Marianne durch einen leichtsinningen Zug ihre Punkteteilung noch aus der Hand, aber das war letztlich im Blick auf das Gesamtergebnis nur noch ein Schönheitsfehler.

Kreisliga Mitte 2018/19

Veröffentlicht am 02.09.2018 14:51

Bezirksliga U10 2018/19

Veröffentlicht am 06.11.2018 16:48

4. Spieltag in Merseburg am 03.03.2019 – 2 Siege 3,5:0,5 und 3:1

Am 4. Spieltag der Bezirksliga Halle trat die Sennewitzer U10 mit Alexander H., Felix N., Enosch G. und Hendrik E. erneut im Merseburger Jugendzentrum an. Die 4 Mannschaften aus Merseburg, Sennewitz, Sangerhausen und Teutschenthal trugen hier unter der Regie des Merseburger Schachvereins ihre beiden letzten Runden der Bezirksliga Halle aus.

Sennewitz traf zunächst auf Sangerhausen, Tabellenletzter, kein DWZ-Spieler.   

Alexander am ersten Brett mit Weiß hob bereits nach wenigen Minuten den Arm. Er hatte seinen Gegner im 9. Zug mit der Dame auf f7 Matt gesetzt.

Hendrik am vierten Brett mit Schwarz zog bedenklich schnell. Aber der Gegner war deutlich unterlegen. Nach dem Verlust der Dame und weiteren Materials gab Hendriks Gegner auf.

Felix am zweiten Brett mit Weiß bekam vom Gegner ohne ersichtlichen Grund 2 Leichtfiguren geschenkt. Gewohnt sicher spielte Felix die Partie zu Ende und holte den 3. Punkt.    

Enosch am dritten Brett mit Schwarz zog zu hastig und beachtete die gegnerischen Züge zu wenig. Nach mehreren Fehlern von Enosch konnte Weiß mit einer Springergabel im 13. Zug Läufer und Dame gewinnen – eigentlich war die Partie verloren. Aber nach 56 Zügen war Enoschs König Patt.    

Damit gewann die Sennewitzer Mannschaft gegen Sangerhausen 3,5:05.

 

In der letzten Runde spielte Sennewitz gegen Teutschenthal. Die gegnerische Mannschaft musste auf ihre beiden stärksten Spieler krankheitsbedingt verzichten und besetzte nur die Bretter 3 und 4. Alexander und Felix hatten also bereits mit ihrer Anwesenheit 2 wichtige Punkte geholt.

Hendrik am 4. Brett mit Weiß wählte erneut ein zu hohes Spieltempo. Aber er war dem Gegner deutlich überlegen und setzte ihn im 14. Zug Matt.

Enosch am 3. Brett mit Schwarz wollte offenbar noch schneller als Hendrik spielen. Als auf dem Partiezettel 9 Züge standen, zeigte seine Uhr ca. 1 Minute verbrauchte Bedenkzeit an. Dazu kamen grundlegende Fehler in der Partiegestaltung. Schließlich übersah Enosch eine gegnerische einzügige Mattdrohung und nach 41 Zügen war die Partie verloren.

Das Gesamtergebnis des Wettkampfes Sennewitz gegen Teutschenthal lautete somit 3:1.

 

Mit diesen beiden Mannschaftssiegen behauptete Sennewitz den 2. Tabellenplatz der Bezirksliga Halle und qualifizierte sich für das Landesfinale der 6 besten Mannschaften von Sachsen-Anhalt in der Altersklasse U10. Am 12. und 19.05.2019 trifft die Sennewitzer U10 auf die beiden Erstplatzierten der Bezirksligen Magdeburg und Anhalt. Das Ergebnis gegen Roter Turm Halle wird in das Landesfinale mitgenommen.       

Die Ergebnistabellen sind zu finden unter https://halle.schach-sachsen-anhalt.de links unter Bezirksliga U10.

Bernd Müller / 05.03.2019

       

3. Spieltag in Merseburg am 28.01.2019 – wichtiges 2:2 gegen Merseburg 

Am 3. Spieltag der Bezirksliga Halle spielte die Sennewitzer U10 auswärts gegen die U10 des Schachvereins Merseburg. Zu spielen war abweichend von den 3 anderen Spieltagen nur eine Runde.

Enosch G. am 3. Brett mit Weiß zog zu hastig. Nach 3 Minuten war die Dame weg und nach 6 Minuten war er matt. Der Gegner hatte ebenfalls 6 Minuten Bedenkzeit verbraucht. Die gesamte Partie dauerte also nur 12 Minuten. In der U10 stehen für eine Partie 2 x 75 = 150 Minuten zur Verfügung.     

Hendrik E. am 4. Brett mit Schwarz spielte gleichfalls zu schnell. Dazu kam beidseitig eine aggressive Eröffnung. Der Gegner patzte bereits im 6. Zug, weitere Fehler folgten. Hendrik baute den Vorteil konsequent aus und setzte im 20. Zug matt. Seine Uhr zeigte 6 Minuten verbrauchte Bedenkzeit an.    

Alexander H. am 1. Brett mit Weiß geriet frühzeitig in eine schlechte Stellung mit unangenehmen Fesselungen, wodurch er eine Leichtfigur verlor. Trotzdem kämpfte er tapfer weiter und spielte die längste Partie des Tages. Ein Turmendspiel mit einer Leichtfigur weniger ist natürlich sehr nachteilig. Nach weiteren Materialverlusten war die Partie nicht mehr zu retten und ging verloren. Aber womöglich hat Alexanders zäher Widerstand Felix entscheidend geholfen.

Felix N. am 2. Brett mit Schwarz agierte wie sein Gegner zunächst sehr vorsichtig. Im 13. Zug bot ihm Weiß ein Bauerngeschenk an, dass Schwarz besser nicht angenommen hätte. Ein gegnerischer Turm schlug auf der 7. Reihe ein und Felix stand nicht gut. Inzwischen wurde klar, dass der Mannschaftskampf wahrscheinlich am 2. Brett entschieden wird und den Merseburgern voraussichtlich ein Remis zum Mannschaftssieg reichen würde. Aber noch wurde am Brett 1 gespielt und in einer Schachpartie kann bis zum Ende etwas Unerwartetes passieren. Nach 27 Zügen hätte der Gegner auf Remis durch Zugwiederholung spielen können, aber Weiß wollte mehr - und brachte Schwarz mit einem Fehler in Vorteil. Leider sah Felix einen möglichen Turmgewinn durch Abzugsschach erst, nachdem er bereits gezogen hatte. Doch dann stellte Weiß im 35. Zug die Dame ein und gab einen Zug später auf.  

Damit erzielte die Sennewitzer Mannschaft mit 2:2 ein wichtiges Unentschieden, bleibt auf Tabellenplatz 2 und hat gute Chancen, sich am 4. und letzten Spieltag für das Landesfinale der U10 von Sachsen-Anhalt am 12. und 19.05.2019 zu qualifizieren.      

Die Ergebnistabellen sind zu finden unter https://halle.schach-sachsen-anhalt.de links unter Bezirksliga U10.

Bernd Müller / 29.01.2019

 

2. Spieltag in Sennewitz am 02.12.2018 mit 2 Siegen 3:1 gegen Weißenfels und Naumburg

Am 2. Spieltag war der Sennewitzer Schachverein im heimischen KulturContainer Gastgeber für die U10-Mannschaften aus Merseburg, Weißenfels und Naumburg. Die 4 Mannschaften bestritten jeweils 2 Runden. Vor Spielbeginn um 10:00 Uhr ermahnte ich die Kinder, vor allem natürlich die Sennewitzer, nicht zu schnell zu spielen und die zur Verfügung stehende Bedenkzeit von 60 + 15 Minuten zu nutzen. Viel half es nicht. Die kürzeste Schachpartie dauerte nur 10 Minuten, die längste etwa 45 Minuten. Bereits vor 12:00 Uhr waren alle Kinder mit ihren Betreuern wieder auf dem Heimweg.

In Runde 3 trat die Sennewitze U10-Mannschaft gegen Roland Weißenfels an.

Felix N. spielte am 2. Brett und hatte Weiß. Überraschend war er als erster fertig. Der Gegner hatte es ihm leicht gemacht, da er ab dem 9. Zug mehrere große Fehler beging. Felix gewann im 12. Zug einen Springer und bereits mit dem 17. Zug war der Gegner mattgesetzt.

Hendrik E. am 4. Brett mit Weiß konnte bereits im 9. Zug die gegnerische Dame vom Brett nehmen. Im 19. Zug passte Hendrik nicht auf, aber der Gegner versäumte das mögliche Remis durch Dauerschach. Im 37. Zug beendete Hendrik die Partie durch Matt.

Enosch G. am 3. Brett mit Schwarz nutzte einen gegnerischen Fehler im 8. Zug zu einem Läufergewinn. Im 16. Zug vergrößerte er seinen Materialvorteil mit einer Fesselung auf einen ganzen Turm. Aber Enosch brachte den Mehrturm nicht zur Geltung und kurvte mit der Dame ziellos im Niemandsland herum. Glücklicherweise sah der Gegner seine Angriffsmöglichkeiten auf der h-Linie nicht. Schließlich ergriff Enosch mutig die Initiative und opferte einen Turm, den er rasch zurückgewann. Im 42. Zug setzte Enosch den Gegner matt.

Alexander H. am 1. Brett mit Schwarz entwickelte sich zu langsam, eroberte einen Bauern, stand aber schlecht. Im 19. Zug unterlief ihm ein schwerer Fehler, der dem Gegner einen Doppelangriff ermöglichte und einen Springer kostete. In schwieriger Lage folgte kurz darauf der nächste Fehler und Alexander stand in einem Endspiel mit einem Turm weniger. Die Niederlage nach 45 Zügen war nicht abzuwenden.

Den Mannschaftwettkampf gewann Sennewitz gegen Weißenfels 3:1.

In Runde 4 traf die Sennewitzer Mannschaft auf die U10 des Naumburger Schachvereins. Dabei wechselten unsere 4 Kinder die Tischseite, so dass sie in Runde 4 jeweils mit der anderen Farbe spielten.

Hendrik war am 4. Brett bereits nach 10 Minuten fertig - verloren. Auf seiner Uhr waren 7 Minuten verbraucht. Der Naumburger hatte nur 3 Minuten für den Sieg benötigt. Hendrik hatte eine aggressive Eröffnung mit Bauerngewinn gewählt. Ab Zug 6 wären defensive Züge zur Stabilisierung der Stellung notwendig gewesen. Mehrfach verpasste es Hendrik zu rochieren. Im 16. Zug gelang dem Gegner ein hübsches Springermatt.

Enosch hatte am 3. Brett mit der Eröffnung des Schwarzen und mit der Mitschrift Probleme. Trotzdem war er seinem Gegner deutlich überlegen. Im 9. Zug tauschte Enosch nach einer Gabel einen Läufer für einen Turm und im 15. Zug setzte er den Gegner mit der Dame matt.

Felix traf am 2. Brett auf einen Gegner, der ihm im 5. Zug mit g4 einen Bauern zum Schlagen hinstellte. Offenbar ein sinnloses Opfer ohne vernünftige Erklärung. Felix griff zu. Der 6. Zug des Gegners Sxe5 war noch kurioser. Leider wählte Felix diesmal die falsche Antwort und es wurde spannend. Aber der Naumburger zog auch weiterhin nicht richtig. Nach 10 Zügen hatte Felix alles unter Kontrolle und setzte den Gegner mit dem 20. Zug matt.

Alexander mit Weiß am Brett 1 hatte den stärksten Naumburger als Gegner und bot mit 4. c3 ein Bauernopfer an. Schwarz nahm mit 5. Sxe4 die Einladung an. Alexander fand nicht die beste Erwiderung und es drohte ein Endspiel mit schlechter Bauernstruktur. Im 16. Zug patzte Schwarz und Alexander gewann Material. Er baute seinen Vorteil aus, musste aber aufpassen. Der Naumburger lauerte wie bereits in Runde 3 gegen das Merseburger Spitzenbrett auf eine Chance zu einem Gegenschlag mit Grundreihenmatt. Alexander ließ sich jedoch nicht überraschen und setzte Schwarz im 31. Zug matt.

Damit hatte die Sennewitzer Mannschaft nach Weißenfels auch Naumburg mit 3:1 geschlagen.  

Die Ergebnistabellen sind zu finden unter hier

Bernd Müller

  

 

1. Spieltag der U10 am 04.11.2018 in Halle – Sieg 4:0 und Niederlage 1,5:2,5

Zum 1. Spieltag der Bezirksliga Halle in der Altersklasse U10 traten 4 Kinder des Sennewitzer Schachvereins zusammen mit 3 weiteren Mannschaften zu 2 Spielrunden bei Roter Turm Halle an. Dank gilt den Eltern der Kinder für Übernahme der Fahrten und die Betreuung während des Wettkampfs. Als Bedenkzeit stehen U10-Mannschaften 60 Minuten für die ersten 30 Züge plus 15 Minuten bis Partieende zur Verfügung – also insgesamt maximal 2,5 Stunden für jede Runde. Alexander H., Felix N., Enosch G. und Hendrik E. hatten also jede Menge Zeit zum Nachdenken und Mitschreiben. Tatsächlich dauerte der gesamte Wettkampf trotz einer Pause zwischen den beiden Runden keine 3 Stunden. 

In Runde 1 war unser Gegner die zweite Mannschaft von Roter Turm Halle. Hendrik war bereits nach 20 Minuten Gesamtspielzeit fertig. Am 4. Brett mit Schwarz gelang ihm ein schönes Matt nach 31 Zügen. Die Mitschrift enthält einige Fehler, ist aber bis zum Partieende nachvollziehbar.

Enosch, als Weißer am 3. Brett spielend, erzielte Vorteile, verlor aber durch Leichtsinn im 27. Zug seine Dame und die Partie war eigentlich verloren. Enosch kämpfte, vermied richtigerweise Figurentausch und der Gegner patzte. So konnte Enosch im 49. Zug mit einem Spieß die schwarze Dame schlagen und  im 73. Zug nach ca. 40 Minuten Gesamtspielzeit mattsetzen. Die Mitschrift ist gut; mehrere Turmzüge sind aber nicht eindeutig angegeben, was mitunter verwirrt.    

Alexander hatte am Brett 1 Weiß. Er konnte schnell Material gewinnen und stand deutlich besser. Anstelle den Vorteil konsequent auszubauen, wollte er ein schönes Matt aufs Brett stellen. Das ging schief. So geriet der Partiegewinn in Gefahr und er musste bis zum Sieg im 74. Zug kämpfen. Die Mitschrift wurde in der kritischen Phase fehlerhaft und ab Zug 31 ist die Partie nicht mehr nachvollziehbar.

Felix führte am Brett 2 die schwarzen Figuren. Seine Partie dauerte mit insgesamt ca. 65 Minuten am längsten. Trotz einiger kleinerer Fehler gelang Felix ein überlegener Sieg in 49 Zügen. Die Notation ist vergleichsweise gut. Damit siegte Sennewitz in Runde 1 mit 4:0.

In Runde 2 traf Sennewitz auf Roter Turm Halle I. Die Gegner waren erwartungsgemäß wesentlich spielstärker. Die Brettreihenfolge unserer Jungs blieb gemäß Ausschreibung und gemeldeter Aufstellung unverändert. Die Spielfarbe wechselte jeweils.

Bereits nach 7 Minuten war Enosch matt. Er hatte 5 Minuten verbraucht und der Gegner 2. Wie können 2 Kinder in 5 bzw. 2 Minuten sich 17 Züge überlegen und, zumindest was Enosch betrifft, tadellos aufschreiben? Enosch muss das für ihn richtige Spieltempo wählen und darf sich vom schnellen Spiel des Gegners nicht verführen lassen. Wahrscheinlich war er in eine einstudierte  Eröffnungsvariante geraten. Verteidigen ist schwerer und zeitaufwändiger als angreifen. Es war keine Spaß- oder Blitzschachpartie, sondern eine ernsthafte Partie mit langer Bedenkzeit und DWZ-Auswertung. Aber aus Fehlern kann man sehr gut lernen!  

Hendrik unternahm im 14. Zug einen Damenausflug tief hinein ins Feindesland und ich befürchtete schon das Schlimmste. Es gelang dem Gegner aber nicht, die Dame zu fangen. Dann drohte Grundreihenmatt. Auch das konnte Hendrik mit etwas Glück parieren und sogar 2 gegnerische Läufer schlagen. Danach war die  Partie gewonnen und der Gegner gab nach 36 Zügen auf.

Alexander mit Schwarz misslang die Eröffnung und die Partie schien bereits nach wenigen Zügen verloren zu sein. Dann unterlief Weiß im 11. Zug ein schwerer Fehler, Alexander konnte mit der Dame einen Springer schlagen und stand plötzlich sehr gut. Aber Alexander verschenkte mehrmals Tempos und mit seinem 19. Zug stellte er einen Läufer ein. Damit war die Partie erneut gekippt. Ab Zug 20 ist die Partie durch fehlerhafte Notation nicht mehr nachvollziehbar. Vom Zuschauen weiß ich, dass Alexander in einem Turmendspiel 2 Bauern weniger hatte. Der Gegner verpasste mehrfach den Gewinn und bot schließlich entnervt Remis an, was Alexander gern annahm. Der gegnerische Mannschaftsleiter war nicht amüsiert und zeigte seinem Schützling, wie er zweizügig Alexanders Turm hätte gewinnen können.    

Die Entscheidung im Mannschaftswettkampf musste also in der 4. Partie am Brett 2 fallen. Felix traf hier auf den nach DWZ stärksten Gegner. Im 13. Zug unterlief Felix ein Fehler, wodurch ein Läufer verloren ging. Durch Notationsfehler ist die Partie ab Zug 29 leider nicht mehr nachvollziehbar. Beim Zuschauen vermutete ich in einer Situation, dass vielleicht Gegenspiel möglich wäre. Aber Felix wählte eine andere Abwicklung und der gegnerische Materialvorteil führte zum Partieverlust nach 50 Zügen und ca. 60 Minuten Gesamtspielzeit. Damit stand auch die Mannschaftsniederlage mit 1,5 : 2,5 fest.           

Bernd Müller / Mannschaftsleiter U10 / 06.11.2018