Spielberichte

1. Mannschaft Bezirksoberliga 2021/22

Veröffentlicht am 15.05.2022 13:08

5. Runde, Nachholtermin am 03.07.2022, Sennewitz - PTSV Halle II     5,5 : 2,5

Mannschaftserfolg beim verspäteten Saisonabschluss

Die Vorzeichen waren ungünstig. Mannschaftsleiter Sebastian musste passen und eine vollzählige Mannschaft bekamen wir scheinbar auch nicht zusammen. Aber ein paar Tage vorher konnte Kay doch noch zusagen. Als Kay dann um 9.00 Uhr kam, hatte er bereits durch seine Anwesenheit einen Punkt zum Mannschaftsergebnis beigesteuert, da Post Brett 8 nicht besetzen konnte. In aller Ruhe konnte er 7 Partieeröffnungen beobachten, ein paar Fotos anfertigen (1 Foto siehe Aktuelles) und zufrieden nach Hause spazieren.                         

Bereits nach reichlich 2 Stunden klärten sich die Fronten. Ralph und Thomas hatten verloren. Frank, Jörg und Pawel hatten gewonnen. Sennewitz lag mit 4 : 2 in Führung. Nicht viel später, noch am Vormittag, gewann auch Bernd, und Michael vereinbarte Remis. 

Damit gewann Sennewitz gegen PTSV Halle II mit 5,5 : 2,5 und sicherte sich in der Abschlusstabelle den 3. Platz - ein schöner Erfolg für unseren kleinen Verein. 

BM

 

9. Runde am 12.06.2022, Sennewitz - Roter Turm Halle    1,5 : 6,5

Klare Niederlage gegen den großen Favoriten

Endlich konnten wir mal wieder alle 8 Bretter besetzen. Aber gegen den souveränen Tabellenführer unterlagen wir trotzdem deutlich. An 5 Brettern wurde verloren und an 3 Brettern wurde Remis vereinbart. Damit machte der Rote Turm den Aufstieg in die Landesliga von Sachsen-Anhalt endgültig klar.

BM

 

4. Runde, Nachholtermin am 22.05.2022, Reideburg II - Sennewitz    3,5 : 3,5

Corona getrotzt

Auswärts gegen Reideburg II waren 2 Sennewitzer Spieler kurzfristig durch Corona ausgefallen und konnten nicht ersetzt werden. Die verbliebenen 6 Spieler stellten sich der schwierigen Situation und belohnten sich mit einem Mannschaftspunkt durch Unentschieden. Reideburg mußte ebenfalls ein Brett freilassen, so dass dieses Brett nicht gewertet wurde. Ihre Partien gewinnen konnten Pawel, Ralph und Frank. 2 Partien wurden verloren. Thomas steuerte durch Remis einen halben Brettpunkt zum 3,5 : 3,5 bei - unter diesen Umständen ein sehr gutes Mannschaftsergebnis.

BM

 

3. Runde, Nachholtermin am 08.05.2022, Sennewitz - Sangerhausen II   3 : 5

Zweiter Dämpfer gegen Sangerhausen

Die Gäste aus Sangerhausen kamen als klarer Favorit, zumal Frank erneut kurzfristig absagen musste und Ralph ebenfalls nicht mitspielen konnte. Dennoch nahm der Wettkampf einen unerwartet spannenden Verlauf.

Jörg zeigte sich, vielleicht als Nachwirkung eines Dartabends, wenig kampfeslustig und steuerte ein schnelles Remis bei. Bernd war mit einer Eröffnung unterwegs, die ich bei ihm noch nie gesehen hatte, erreichte aber ebenfalls ein Unentschieden, ebenso wie Thomas, dessen Gegner eine um 100 Punkte bessere Wertungszahl hatte. Sehr stark spielte erneut Pawel, dessen Gegner sogar fast 300 DWZ-Punkte mehr aufweisen konnte, er holte ebenfalls ein Remis. Auch Kay, der bei frühlingshaften Temperaturen ganz locker mit kurzer Hose und Flip-Flops erschienen war, konnte seinem höher eingestuften Gegner ein Remis abtrotzen.

Beim Stand von 2,5 : 3,5 kam es nun auf die ersten zwei Bretter an. Michael war zwar ganz schlecht aus der Eröffnung gekommen, aber am Schluss hatte sich das Blatt gewendet und seine Stellung sah bei stark reduziertem Material klar besser aus, und Sebastian hatte in einem Turmendspiel einen Bauern weniger. Nach einer rekordverdächtigen Spielzeit von über fünf Stunden ließ erst Sebastian mit nur drei Minuten auf der Uhr das Remis aus den Händen gleiten und Michael konnte die optische Überlegenheit letztlich doch nicht verwerten. So mussten wir uns leider mit 3 : 5 geschlagen geben.

SD

 

8. Runde am 24.04.2022, WSG Halle-Neustadt - Sennewitz  5,5 : 2,5

Erster Dämpfer in HaNeu

In der Frühe erreichte uns die Info, dass Frank aus gesundheitlichen Gründen nicht mitspielen würde, so dass wir Brett 3 freilassen mussten. Die WSG trat hingegen in Bestbesetzung an.

Dennoch sah es zunächst ganz ordentlich aus, insbesondere Bernd und Thomas waren gut in die Partie gekommen. Pawel nutzte einige passive Züge seines Gegners, um die potentiellen Schwächen in seiner Stellung zu reparieren und trotzte dem deutlich höher eingestuften Neustädter ein Remis ab. Auch Ralph saß einem Gegner mit höherer Wertungszahl gegenüber. Er ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schob seine Zentrumsbauern weit nach vorne, musste sich aber letztlich ebenfalls mit einem Remis begnügen.

Auch Bernd und Thomas gelang es nicht, ihre Stellung entscheidend zu verstärken, so dass auch bei ihnen ein Unentschieden zu Buche stand.

Jörg hatte sich in den Wirrungen der Eröffnung beim Übergang zum Mittelspiel von der Rochade verabschieden müssen. Zeitweise sah es so aus, als ob er Gegenspiel erhalten könnte, aber schließlich ging doch entscheidendes Material und auch die Partie verloren.

Sebastian hatte in einer Variante, die eigentlich leichten Ausgleich versprach, nicht die richtige Fortsetzung gefunden und musste im Läuferendspiel zwei verbundene Freibauern aufhalten, objektiv eine unlösbare Aufgabe. Nach etwas vier Stunden kam ihm aber sein Gegner zu Hilfe, der eine Abwicklung in ein Bauernendspiel zuließ, das klar remis war.

Am längsten spielte Michael. Bei entgegengesetzten Rochaden gelang es ihm, als erster auf die gegnerische Königsstellung loszugehen. Aber sein starker Gegner wehrte den Angriff ab und ließ sich auch nicht in ein Dauerschach locken, sondern konnte seinerseits in Michaels Stellung eindringen und tödliche Drohungen aufstellen und ihn so zur Aufgabe zwingen. Insgesamt fuhren wir also mit einer recht deutlichen Niederlage nach Hause (2,5 : 5.5).

 

7. Runde am 03.04.2022     Sennewitz - Weißenfels         5:3

Spannend bis zur letzten Minute: Heimsieg gegen Weißenfels 

Die Gäste aus Weißenfels reisten mit ihrer Top-Besetzung an und waren an gleich fünf Brettern ausweislich ihrer Wertungszahlen in der Favoritenrolle. Tatsächlich zeichnete sich nach einer Stunde ein harter Kampf ab. Als erster kam Jörg in Vorteil. Er machte das Spiel am Königsflügel, zwang seinen Gegner schon im Mittelspiel zur Aufgabe. Thomas spielte grundsolide und holte ein Remis, Kay kämpfte nach dem Verlust einer Figur noch bis ins Endspiel, das aber nicht zu halten war. Sebastians Gegner verbrauchte  für die ersten, eigentlich relativ naheliegenden Züge enorm viel Zeit, geriet in eine immer schlechtere Stellung und gab auf, als er nur noch Verlustzüge zur Verfügung hatte. Michael hatte es am ersten Brett mit einem bärenstarken Landsmann zu tun, kam nicht optimal aus der Eröffnung und musste die Qualität für einen Bauern geben. Er versuchte zwar noch, mit einem Freibauern dagegenzuhalten, musste aber letztlich die Segel streichen. Ralphs Gegner hatte zwar einen Bauern mehr, aber da es sich um einen Doppelbauern handelte und die Stellung ziemlich geschlossen blieb, konnte er ein Remis behaupten. Es stand also 3:3 – die Entscheidung lag nun bei Frank und Bernd. Frank hatte einen Mehrbauern, musste aber sorgfältig rechnen, weil der Weißenfelser über einen weit vorgerückten Bauern verfügte. Bernd hatte sich mit starkem Positionsspiel einen Mehrbauern gesichert. Nach Damen- und Figurentausch stellte sich aber heraus, dass das entstandene Turmendspiel keineswegs leicht gewonnen war, sondern der Weißenfelser mit seinem König einen Freibauern unterstützen konnte und sich das Blatt komplett gewendet hatte. Bernd, mit relativ wenig Zeit auf der Uhr, versuchte, sich mit einem taktischen Bauernvorstoß zu retten, der eigentlich nicht  korrekt war, und tatsächlich: sein Gegner ließ sich sogar zu einer Zugfolge verleiten, an deren Ende Bernd  einen Bauern zur Dame laufen ließ, klar auf Gewinn stand und ein letztes Aufbäumen seines Gegenspielers erfolgreich vereitelte. Mittlerweile hatte auch Frank einen Gewinnweg gefunden, so dass am Ende des Spieltages ein klarer 5:3-Erfolg für die SG Sennewitz zu Buche stand.

 

6. Runde am 06.03.2022    Hettstedt II - Sennewitz          3 : 5

Erfolgreiche Fahrt nach Hettstedt

Mit gutem Zeitpolster fuhr die Sennewitzer Gruppe ins Mansfelder Land nach Walbeck, und auch die Hallenser Abteilung traf rechtzeitig am Spielort ein. Nicht so schön war dann, dass die Hettstedter ihr erstes Brett freiließen, so dass Michael lediglich zum Abholen eines kampflosen Punktes mitgefahren war. Ansonsten konnten wir mit unserem Auftritt durchaus zufrieden sein. Frank und Sebastian lagen positionell und materiell vorne, und auch an den anderen Brettern sah es nicht schlecht aus. Jörg hatte allerdings seine Uhr nicht immer im Blick und bei Ralph lief etwas schief, so dass wir sorgfältig spielen mussten, um den Wettkampf nicht noch aus der Hand zu geben. Bernd vereinbarte zu Recht Remis und Thomas machte erfolgreich sehr viel Druck auf die anfällige Rochadestellung seiner Gegnerin. Mit seinem Punkt und denen von Michael und Sebastian schauten wir dann einigermaßen entspannt auf die restlichen Partien.

Eine gewisse Unruhe kam allerdings auf, als sich herausstellte, dass die Uhren offensichtlich falsch eingestellt worden waren (ohne die halbe Stunde Gutschrift nach Ablauf der ersten 90 Minuten), und niemand von den im Haus verbliebenen Spielern in der Lage war, die elektronischen Uhren korrekt einzustellen! Mit den Gastgebern einigten wir uns letztlich auf die guten alten mechanischen Uhren…

Mit zäher Verteidigung konnte Pawel seinem Gegner trotz einem Minusbauern ein Remis abringen und Frank verwandelte im Endspiel seinen Mehrbauern, so dass wir mit einem verdienten 5:3 – Sieg wieder nach Hause fuhren.

 

 

2. Runde am 21.11.2021    Teutschenthal - Sennewitz          2 : 6 

Klarer Sieg in Teutschenthal

Bei spätherbstlich trübem Wetter traf kurz vor Neun unser letzter Wagen am Teutschenthaler Spiellokal ein, der erst nach ein paar Irrfahrten den Weg zum dortigen Schachkeller gefunden hatte. Da unser Spitzenbrett (Michael) nicht dabeisein konnte, verstärkte Stefan unser Team. Auch bei unserem Gegner fehlte der nominell beste Spieler, so dass wir als Favoriten in den Wettkampf gingen.

Entsprechend war dann auch der Spielverlauf. An Brett 7 holte Thomas zunächst einen halben Punkt und auch Ralph steuerte ein Remis bei, an einer Stelle mit etwas Glück, da sein Gegenspieler eine mögliche Gewinnkombination übersah. Frank, Jörg, Bernd und Stefan zeigten in ihren Partien ihre überlegene Spielstärke, gewannen erst Material und dann die vollen Punkte. Sebastian überzog seine Stellung mit einem übermotivierten Bauernvorstoß und musste die einzige Niederlage hinnehmen, während Thomas am ersten Brett seinen Mehrbauern im Endspiel zwar nicht halten konnte, aber seinen Gegner bei stark reduziertem Material (König, Turm, Bauer, Läufer auf beiden Seiten) so an den Rand drücken und mit Mattdrohungen bedrängte, dass er dessen letzten Bauern und schließlich auch die Partie gewinnen konnte.

Insgesamt fuhren wir also mit einem verdienten 6:2 Sieg nach Hause.

Fazit: In den Wagen, die als letzte am Spielort eintreffen, sitzen die erfolgreichsten Spieler!

 

 

 

1. Runde am 10.10.2021     Klostermansfeld - Sennewitz       1,5 : 6,5

Gelungener Auftakt in Klostermansfeld

In der ersten Runde der Bezirksoberliga mussten wir in Klostermansfeld spielen. Wenn dort alle Stammspieler angetreten wären, hätten wir vor einer schwierigen Aufgabe gestanden, aber die Gastgeber stellten an den letzten drei Brettern Spieler auf, die unseren Leuten wertungszahlmäßig deutlich unterlegen waren. Entsprechend einseitig war der Spielverlauf. Thomas an 8 ließ nichts anbrennen und nutzte nach ruhigem Spielaufbau die Fehler seines Gegners aus, Ralph hatte für seine Dame Turm, zwei Leichtfiguren und, wenn ich richtig gezählt habe, ein oder zwei Bauern bekommen und sein Gegner konnte die Probleme nicht in der vorgeschriebenen Zeit lösen, und Bernd konnte mit Dame und Springer tödliche Mattdrohungen aufstellen. Da auch Michael am ersten Brett seinen Gegner standesgemäß vom Brett gefegt hatte, war die Sache im Grunde für uns gelaufen. Thomas am zweiten Brett landete recht schnell in einer unentschiedenen Stellung, Jörg vereinbarte ebenfalls relativ schnell Remis und auch Frank konnte aus seinem Turmendspiel keine Gewinnchancen herauskneten. Sebastian war gut aus der Eröffnung gekommen und hielt einen deutlichen Vorteil bis ins Endspiel fest. Kurios: als die Partie für den Klostermansfelder definitiv verloren war (gleich zwei weiße Bauern waren auf ihrem Weg zur Dame nicht mehr aufzuhalten), verließ er den Spielraum und musste erst mal eine rauchen, bevor er dann wieder hereinkam und die Partie verlorengab.

Nach drei Stunden waren alle Partien beendet – ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so schnell fertig waren! Insgesamt ein hervorragender Start (6,5:1,5)!

S. D.